Carrerabahn statt Kerzenschein
Eine Sommerhochzeit mit 60 Gästen: First Look im Rosengarten am Schloss Ortenberg, Trauung in Ohlsbach, Feier in Müllers Mühle — mit Carrerabahn statt Kerzenschein.
Svenja & Philippes Sommerhochzeit in Müllers Mühle

Der Rosengarten am Schloss Ortenberg liegt oberhalb des Trauzimmers, und wer dort hochsteigt, lässt den Rest ziemlich schnell unter sich. Weinberge ringsum, das Kinzigtal in der Ferne, und zwischendrin blühende Rosen.
Hier stand Philippe und wartete.
Ich mag First Looks, weil sie das einzige ruhige Stück eines Hochzeitstages sind, das sich planen lässt. Danach wird es voll — Gäste, Termine, Programm. Vorher sind es zwei Menschen und sonst niemand.
Was an diesem Tag kam, hätte ich nach diesen ersten Minuten allerdings nicht erwartet.
Der First Look, bevor der Tag losgeht

Svenja kam den Weg hoch, Philippe drehte sich um. Dann war ein paar Sekunden lang gar nichts — kein Satz, kein Foto-Lächeln, nur die beiden.
Ich stand weit genug weg, dass ich dazugehörte, ohne im Weg zu sein. Das ist die ganze Kunst an so einem Moment: nah genug für das Bild, weit genug für die Menschen.
Der Rosengarten ist für so etwas fast perfekt. Er liegt hoch, er ist ruhig, und er ist klein genug, dass niemand zufällig durchläuft. Dazu ist er frei zugänglich — man muss nichts reservieren, man geht einfach hoch. Wenn ihr in der Gegend heiratet und einen Ort für den First Look sucht: den würde ich mir ansehen.
Standesamt Ohlsbach

Getraut wurde im Bürgersaal in Ohlsbach, danach gab es Sekt vor der Tür. Sechzig Gäste, viel Umarmen, das übliche schöne Durcheinander.
Standesamtliche Trauungen sind kurz. Zwanzig Minuten, manchmal weniger. Für mich sind sie trotzdem der dichteste Teil des Tages, weil in diesen zwanzig Minuten fast alles passiert, was später zählt: das Zittern beim Ja, der Blick der Mutter, die Hand, die während der Rede gedrückt wird.
Und dann kam die Carrerabahn

Svenja und Philippe sind nicht das klassische Brautpaar. Bei ihnen stand der Spaß im Mittelpunkt, und das war keine Floskel auf einer Einladungskarte, sondern ein Plan.
In der Mühle standen eine Carrerabahn und eine Fotobox. Dazu Spiele, immer wieder Spiele. Und es passierte, was in solchen Fällen ziemlich zuverlässig passiert: Erwachsene, die morgens noch in Anzug und Kleid steif herumstanden, lagen abends auf dem Boden und diskutierten über Rennrunden. Die Großen waren wieder klein.

Für mich ist das der beste Zustand, den eine Feier erreichen kann. Nicht weil es lustiger ist — sondern weil niemand mehr an mich denkt. Wer sich über eine Carrerabahn beugt, posiert nicht.
Ihr baut euren Tag lieber selbst? Dann schreibt mir, was ihr vorhabt — ich sage euch, worauf ich bei einer Feier ohne Regie achte und wo ich an so einem Abend stehe. Anfrage stellen →
Müllers Mühle — eine Location, die nichts mitbringt

Gefeiert wurde in der EventLocation Müllers Mühle in Gengenbach-Schwaibach, einer historischen Getreidemühle mit alter Gaststättentheke, Platz für rund fünfzig Leute und vier Zimmern zum Übernachten.
Und jetzt der Teil, den man wissen sollte: Die Mühle ist eine reine Raumvermietung. Kein Personal, keine Getränke, keine Musikanlage, kein WLAN, und die Parkplätze liegen gut zweihundert Meter entfernt. Wer hier feiert, baut den Tag selbst.
Genau das haben die beiden getan. Getränke und Bar haben Freunde übernommen. Das Essen kam von smoky’FOOD — Grillweltmeister Sascha Dara und sein Smoker. Alles andere haben Svenja und Philippe selbst organisiert.
Man hat es dem Tag angesehen, und zwar im Guten. Wenn hinter der Bar Freunde stehen statt Servicekräfte, redet man anders mit ihnen. Es gibt keinen Punkt, an dem eine Agentur „das Programm” übernimmt. Solche Feiern fühlen sich weniger nach Veranstaltung an und mehr nach einem sehr großen Abend unter Leuten, die sich kennen.
Dass sie fotografisch anstrengender sind, stimmt auch. Es gibt keine Regie, keinen Ablaufplan an der Wand, niemanden, der mir sagt, wann die Torte kommt. Man muss die Augen offen halten. Aber die Bilder, die dabei herauskommen, sind die ehrlicheren.
Wie so ein Tag sich planen lässt, ohne dass er zum Programm wird, habe ich im Ablaufplan für den Hochzeitstag aufgeschrieben.
Was Svenja und Philippe hinterher gesagt haben
„Wir hatten anfangs ein bisschen Sorge, dass wir – wie so oft auf Fotos – nicht besonders vorteilhaft aussehen. Diese Sorge hast du uns aber spätestens beim Kennenlern-Shooting komplett genommen. […] Besonders toll fanden wir, dass du uns genau in den richtigen Momenten Ruhe gegeben hast und gleichzeitig alles so gut koordiniert hast, dass auch die Gruppenfotos reibungslos geklappt haben. In der Galerie sind so viele kleine, echte Momente und liebevolle Details – und wir haben oft nicht einmal gemerkt, dass du sie festgehalten hast.”
Der Satz mit dem Kennenlernshooting steht da nicht zufällig. Die beiden waren am Anfang unsicher vor der Kamera — die meisten sind das. Deshalb schlage ich so ein Shooting vorher fast immer vor. Nicht wegen der Bilder, sondern weil man danach weiß, wie sich das anfühlt.
Wer noch dabei war
- Catering: smoky’FOOD — Grillweltmeister Sascha Dara
- Location: EventLocation Müllers Mühle, Gengenbach
- Trauung: Standesamt Ohlsbach, Bürgersaal
- Bar und Getränke: Freunde des Paares
- Alles andere: Svenja und Philippe
Ihr plant etwas Ähnliches?
Ob Carrerabahn oder Kerzenschein ist mir ehrlich gesagt egal — ich fotografiere beides gern. Wichtiger ist, dass es zu euch passt und nicht zu einer Vorstellung davon, wie eine Hochzeit auszusehen hat.
Erzählt mir von eurem Tag. Ich sage euch, was ich dazu beitragen kann.
Mehr Arbeiten findet ihr im Portfolio. Was eine Hochzeitsreportage oder ein Paarshooting kostet, steht offen auf der Seite Leistungen & Preise — und die häufigsten Fragen beantworte ich in den FAQ.
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